Das Werk von Roman Signer beschäftigt sich von Anfang an mit flüchtigen Ereignissen und der Freisetzung von provozierten und vorhandenen Energien. Seine Werkmaterialien sind Naturkräfte wie Wasser, Wind, Feuer oder die Gravitation, die er mit Alltagsgegenständen wie Hockern, Eimern, roten Kajaks, farbigen Fässern, ferngesteuerten Flugobjekten oder Regenschirmen in Beziehung setzt und die als Leitmotive im Werk des Künstlers immer wieder auftauchen. Die Verbindung zwischen der sichtbaren Aktion und den unsichtbaren physikalischen Vorgängen verleiht den Skulpturen eine sinnliche und poetische Komponente.
Im Zentrum der Ausstellung Filme steht Roman Signers Arbeit mit dem bewegten Bild, wobei der Schwerpunkt auf Werken liegt, die seit Mitte der 1970er Jahre in und um Appenzell entstanden sind. Es ist die erste Einzelausstellung von Roman Signer in seinem Heimatort Appenzell, die sich mit insgesamt über 120 Filmen über die drei Stockwerke der Kunsthalle und die gesamte Ziegelhütte erstreckt.
Anlässlich der Ausstellung erscheint ein vollständiges Werkverzeichnis der Super-8-Filme im Verlag Walther König, herausgegeben von Peter Zimmermann, Alexandra Signer und Stefanie Gschwend, mit Texten von Roman Signer, Stephan Kunz (Direktor Bündner Kunstmuseum) und Stefanie Gschwend (Direktorin Kunstmuseum / Kunsthalle Appenzell).



























