
In einem «Musicalischen Lexikon» aus dem Jahre 1732 wird zwar behauptet, Henrico Albicastro stamme aus der Schweiz, doch Beweise dafür gibt es keine – der geachtete Violinvirtuose war allerdings ohnehin ein etwas undurchsichtiger Charakter. Als Kapitänleutnant Johan Hendrik van Weissenburg kämpfte und fiel er im Spanischen Erbfolgekrieg. Gaspard Fritz lebte und arbeitete hingegen in Genf und führte ein ausserordentlich braves und ruhiges Leben. Beide sind ebenso herausragende Komponisten wie heute nahezu vergessen – was wiederum ein interessantes Feld öffnet in der Suche nach den Wurzeln des Eigenen - auch in der Schweiz gab es Barock-Komponisten! Die Freitagsakademie Bern widmet sich in ihrem Konzert diesen beiden zu Unrecht so selten aufgeführten Komponisten, in Kombination mit weiteren Instrumentalkonzerten und Orchesterstücken von Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und Tomaso Albinoni.
Programm «LES NATIONS»
Georg Philipp Telemann: Ouverture in B-dur, TWV 55:B5 "Völker Ouvertüre"
Giovanni Henrico Albicastro/ bekannt als Johann Heinrich von Weissenburg:
Concerto a Quattro in C minor, Op.7 No.7 für Oboe, Streicher und Basso continuo
Gaspard Fritz: Sonate für Violine in Es -dur op.3 Nr.3
Gaspard Fritz: Sinfonia (C-Dur) a piu strumenti aus 'Sei Sinfonie a piu strumenti ... opera VI' (c.1770)
Tomaso Albinoni: Concerto a cinque op.9/2 für Oboe solo, Streicher und Basso continuo in d-moll
Antonio Vivaldi:Concerto für Oboe, Violoncello, Streicher und Basso continuo in g-moll
Die Freitagsakademie Bern
Katharina Suske – Oboe und künstlerische Leitung
Ilia Korol und Katharina Heutjer, Violine
Katia Viel, Viola
Bianca Riesner, Violoncello
Dina Kehl, Violone
Sebastian Wienand, Cembalo
Jonathan Rubin, Laute
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